Autor

Das englischsprachige Original enthält keinerlei Angaben zum Autor.

Steven Wineman ist ein US-amerikanischer promovierter Pädagoge und Sozialarbeiter, der dreizehn Jahre lang mit verhaltensgestörten Kindern gearbeitet und seit über dreißig Jahren mit psychisch erkrankten Erwachsenen zu tun hat. Schon seit seiner Studienzeit in den 60er Jahren versteht er sich als Linker und politischer Aktivist. Mit Power-Under begann er auch zu schreiben.

Wineman tritt für die Schaffung einer gewaltfreien Gesellschaft ein, in der allen Menschen der gleiche Wert und ein gleichberechtigter Zugang zur Macht zuerkannt wird. Schon früh erkannte er, wie außerordentlich komplex die verschiedenen Formen und Wege gesellschaftlicher Unterdrückung, mit denen er im eigenen Land konfrontiert ist, miteinander verzahnt sind – denn es werden nicht sauber abgrenzbar die einen zum Opfer ihrer Dunkelhäutigkeit, die anderen zum Opfer ihres Frauseins, wieder andere zum Opfer ihrer Homosexualität, oder ihrer Armut – und so weiter. Ebensowenig lassen sich auch gegenüber all den Opfern gesellschaftlicher Gewalt nicht sauber die anderen, die Täter abgrenzen. Vielmehr, so Wineman, ist nahezu jeder Mensch in ein komplexes Geflecht von Opfer- und Täterrollen, von Macht- und unterlegenen Positionen verstrickt – und somit auch mit innerer und äußerer Ohnmacht vertraut, die in einem Buch über Trauma unvermeidlich eine Schlüsselrolle spielen muß.

Als er Mitte vierzig war, kam Wineman zu Bewußtsein, daß eine Reihe seiner persönlichen Probleme auf ein Trauma zurückzuführen war, das er selbst während seiner Kindheit erlitten und bis dahin verdrängt hatte. Die folgende Auseinandersetzung mit seiner eigenen Geschichte eröffnete ihm ein wesentlich tieferes Verständnis davon, welche Rolle Gewalt und Unterdrückung im täglichen Leben der Menschen spielen, wie die dazugehörigen Verhaltensweisen weitergegeben werden – und wie dieser Teufelskreis unterbrochen werden kann.

Wineman lebt mit seiner Familie an der Ostküste in einem Vorort von Boston. Er plant, Ende 2013 aus seinem Arbeitsleben in den Ruhestand zu wechseln. Seit einigen Jahren ist er aktiv im Kampf gegen die Erderhitzung und deren katastrophale Folgen und schreibt aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen mit den „Schrecken und Wundern des Lebens“ an einer Reihe von Essays.

(Stand 2013)

 

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